Solaranlage und Kühlschrank

Lange Zeit haben wir darauf verzichtet. Wir fanden, dass man ebenso gut ohne Kühlschrank auskommt, das haben wir letztendlich auf unserer Osteuropa-Reise bewiesen, bei sehr hohen Außentemparaturen. Durch einen kleinen unerwarteten Geldsegen haben wir uns nun doch einen Kühlschrank angeschafft. Dieser nützt natürlich relativ wenig, wenn man ihn nicht dauerhaft betreiben kann und bei längeren Standzeiten reicht unsere 100Ah-Verbraucher-Batterie vermutlich höchstens zwei bis drei Tage bei laufendem Kühlschrank (natürlich je nach Außentemparatur). Somit habe ich in diesem diesem Zuge auch eine 100 W Solaranlage verbaut.

MPPT-Laderegler von Wüstentauglich

Der Laderegler zum Hoch- bzw. Runterregeln der Spannung, welche durch das Panel erzeugt wird, auf die benötigte Ladespannung hat keinerlei Schnickschnack wie ein LCD-Display, zeichnet keine Historie über die Sonneneinstrahlung der letzten 12 Monate auf und wirkt einfach nur solide. Anschließen können wir Panele bis zu 200 W und bis zu zwei Batterien. Batterie 1 wird dabei bevorzugt geladen, Batterie 2 erst wenn Batterie 1 nahezu voll geladen ist. Und auch dann wird Batterie 1 weiterhin geladen und Batterie 2 mit einem geringeren Ladestrom versorgt. 

Außerdem lässt sich der Regler auf verschiedene Batterietypen einstellen. So ist es bei unserer wartungsfreien Blei-Säure-Batterie ohne Entlüftung wichtig, dass die Ladespannung nicht über 14,7 V steigt, um das Gasen und somit Aufblähen der Batterie zu verhindern. Dies lässt sich ohne Probleme konfigurieren.

Ich bin mit dieser Lösung absolut zufrieden und freue mich immer wieder über dieses bisher unanfällige Gerät. Vergleichen kann ich leider überhaupt nicht, da wir noch nie einen anderen Regler besessen haben.

Monokristallines Solarmodul

Da ich tatsächlich vor unserem Aufbruch keinerlei Zeit mehr für eine intensive Recherche über Solartechnik aufwenden konnte, habe ich einigen Bastlern vertraut, die mir zu einem stinknormalen, günstigen monokristallinen Solarmodul geraten haben. Anscheinend soll man von den flexiblen zum Aufkleben deshalb Abstand nehmen, weil sie, sobald sie auf das Autodach geklebt werden, nicht mehr unterlüftet und in der Sonne, wo sie nunmal hingehören, viel zu heiß werden und der Wirkungsgrad erheblich nachlässt. Ich kann zu diesem Thema leider keine guten Ratschläge geben und auch weiß ich nicht, ob man tatsächlich die flexiblen Module getrost in die Tonne treten kann, doch das Internet ist voll mit Informationen zu diesem Thema.

Waeco CDF 18

Unsere Kühlbox haben wir hauptsächlich nach dem Formfaktor ausgewählt, da wir auch diesbezüglich bisher keinerlei Erfahrungen hatten und der vorgesehene Platz im Fahrzeug die Auswahl deutlich einschränkte. Bewerten können wir die Waeco-Kühlbox nach 6 Monaten Dauereinsatz hauptsächlich positiv. Sie kühlt absolut zuverlässig unser Bier, Milch, Wasser und andere unbedingt zu kühlende Grundnahrungsmittel. Auch nach kurzem Abtauen, Auswischen und anschließendem Herunterkühlen von warmen Lebensmitteln ist sie wahnsinnig schnell. Nach spätestens 30 Minuten ist die Box so kalt, wie man sie haben will, die enthaltenen Lebensmittel runterzukühlen dauert natürlich länger.

Vor dem Kauf haben wir einige Bewertungen gelesen, die den Geräuschpegel des Kompressors als viel zu hoch zum Schlafen beschrieben haben, wenn die Kühlbox neben dem Bett aufgestellt wird. Das können wir absolut nicht bestätigen. Wenn wir ihn überhaupt wahrnehmen während unserer Einschlafphase, dann nur sehr leise und kurz. 

Die einzig negative Erscheinung ist die Innenschale der Kühlbox, welche aus zwei Metallblechen zusammengesetzt ist und bei absoluter Vollbeladung (ich nehme an es waren sehr viele Bierdosen) und entsprechend rauher Piste einige kleine Dellen, unter anderem an dem Stoß der zwei Bleche, abbekommen hat. Diese zwei Bleche haben sich also ein wenig auseinandergebogen und es ist ein wenig Isolationsschaum herausgequetscht. Seitdem hat sich dieses Problem allerdings überhaupt nicht verschlimmert und es macht den Anschein, als wenn sich das "Leck" durch das hervorquellende Isolationsmaterial von selbst wieder verschlossen hat.

Alles in allem sind wir wahnsinnig zufrieden mit dieser Lösung und würden sie genau so wieder verbauen. Wir haben immer Strom und der Kühlschrank läuft Tag und Nacht. Noch einmal möchte ich allerdings betonen, dass ich bzgl. dieser gesamten Thematik wenig Hintergrundwissen habe und mich z.B. bei der Wahl der Solartechnik auf Tipps von anderen verlassen habe. So beziehen sich meine Auskünfte lediglich auf unsere bisherigen Erfahrungen.