Pläne fürs neue Jahr

Fast wäre es schief gelaufen. Nachdem uns der Visum-Antrag innerhalb Australiens abgelehnt wurde, müssen wir das Land verlassen, während unser Defender bleiben darf. Das haben wir als Möglichkeit genutzt, unserer Heimat einen längst überfälligen Besuch abzustatten. Von Deutschland aus beantragen wir sogleich ein Touristen-Visum, welches wir beide glücklicherweise auch bekommen.

Die erste Woche des Jahres 2018 beginnt für uns also mit einem Langstrecken-Flug zurück nach Down Under. Während dessen haben wir genügend Zeit, um Reise-Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Bisher steht nur ein fixer Termin fest: spätestens Ende Oktober müssen wir unsere Rakete auf ein Schiff befördern. Wie also die Zeit dazwischen füllen?

Was bisher geschah…

Schauen wir uns als erstes die Route an, die wir bisher in Australien zurück gelegt haben:

Nach dem Rocket im November 2016 auf dem roten Kontinent landete, ließen wir ihn als erstes im Sandkasten namens „Fraser Island“ spielen. Danach ging es die Ostküste runter nach Sydney und sogleich über die Snowy Mountains nach Melbourne. Von da brachte uns eine Fähre für 2 Monate nach Tasmanien, gefolgt von einer Rundreise durch den Bundesstaat Victoria.

Im Mai 2017 starteten wir erstmals ins Outback: Flinders Ranges und der Oodnadatta Track, Buschmechanik und der Ayers Rock – haben es alles mitgenommen. In Darwin wollten wir Entschleunigung einläuten lassen, mit House Sits und Computer-Arbeit. Dem folgte eine abgefahrene Tour über den Kakadu Nationalpark und den Savannah Way Richtung Osten (Bericht folgt bald). In Townsville und Cairns haben wir erneut viel Zeit am Computer verbracht, organisiert und uns mit Bürokratie rumgeplagt. Zack – war das erste Jahr auch schon um!

Nun stehen wir hier, wieder in Cairns, und fragen uns, was eigentlich noch fehlt! Ganz richtig: der Westen Australiens!

Plan: Australien von Ost nach West

Westen, der unberührte, einsame, überwältigende Westen. Wie es aussieht befinden wir uns genau am gegenüber liegenden Ende. 3433 km Luftlinie trennen Cairns von Perth, von wo wir unser geliebtes Fahrzeug irgendwohin verschiffen könnten. Und wer fährt schon Fluglinie, wenn man auch einen 9565 km Umweg durch die Kimberley Region im Nordwesten machen kann? Unsere Route in den Westen könnte unter Berücksichtigung aller verbleibenden Wünsche für den roten Kontinent wie folgt aussehen:

Zusätzlich müssen wir die Randbedingungen erwähnen, abgesehen von den besten Reisezeiten:

  1. Unser neues Visum ermöglicht uns kein ganzes Jahr Aufenthalt in Australien. Wir müssen alle 3 Monate ausreisen, können aber bei jeder erneuten Einreise wieder 3 Monate bleiben. Und das ein Jahr lang.
  2. Vor dem Heimatbesuch bahnte sich ein Getriebe-Schaden an. Der Defender muss dringend in einen einwandfreien Zustand gebracht werden, bevor wir an das Outback auch nur denken.
  3. Zwischendrin müssen wir Zeit für diverse Computer-Projekte einplanen, die sich schon angekündigt haben, bisher aber noch ohne konkrete Zeiträume.

Und so könnte die Zeitplanung zu der Überfahrt in den Westen aussehen:

Wie ihr seht, haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Neu Seeland ins Programm genommen. Ob wir es schaffen, ist abhängig davon, wie gut wir mit dem Getriebe und den Computerprojekten voran kommen. Ansonsten steht schon der Alternative Zeitplan:

Zu guter Letzt sei gesagt: Pläne sind natürlich dazu da, sie zu ändern. Wir werden sehen was passiert, doch bislang sind noch zu viele Unbekannte in der Gleichung. So können wir wohl kaum erwarten, dass alles nach Plan läuft. Aber wo bliebe denn sonst die Spannung?

Wir jedenfalls freuen uns auf das neue Jahr in Australien, egal was kommt!