Die Fahrzeugwahl

Land Rover Defender 130 - 300TDI

Dachgepäckträger, einige Dieselkanister, 255/85 R16-Reifen, Fernscheinwerfer vorne.

Nachdem wir den Entschluss gefasst hatten, auf eine lange Reise aufzubrechen, wollten wir uns nach unserer Rückkehr von einem längeren Aufenthalt in Ägypten den konkreten Vorbereitungen widmen: Wir brauchten ein Fahrzeug. Die Kriterien fielen denkbar einfach aus; Ein wenig Platz, sodass wir für längere Zeit in dem Wagen übernachten können, und die Möglichkeit, hier und dort einmal den Asphalt verlassen zu können. Wir schauten uns nach einigen Modellen um - vom Nissan Patrol über einen Andere Barkas bis hin zum Toyota Landcruiser zogen wir alles in Betracht. Nach längerem Suchen und einer notgedrungenen Aufstockung unseres Budgets von 1500 – 3000 auf bis zu 6000 Euro ging es dann aber von Knall auf Fall.

Nachdem der 130er Defender in weiß auf Ebay nicht verkauft werden konnte, kontaktierte ich den Verkäufer, wir fuhren nach München und sagten zu. Meine Erfahrungen, wo ich nun tatsächlich hinschauen sollte, hielten sich ehrlich gesagt in Grenzen. Ich habe Rost unter dem Wagen entdeckt, einige schlimmere Stellen, andere Schöne. Der Ausbau im Kasten war mittelmäßig, von innen hat er ein wenig gestunken. Kurz: Mir war schnell klar, dass an der alten Felge was zu machen ist, sein Charme hat uns aber letztendlich überzeugt. Mir war vollkommen bewusst und unbewusst was passiert war: „Entweder wir haben die Katze im Sack gekauft, oder eben nicht. Es wird sich wohl noch herausstellen“.

Den Umbau unseres mittlerweile sehr liebgewonnenen Gefährts hätte ich nicht ohne das endlose Studieren von Dokumentationen ähnlicher Vorhaben, Datenblättern, „Im Kampf-gegen-den-Rost“-Berichten, nicht zu vergessen dem Blacklandy-Forum und Hunderten von weiteren Arten von Lesestoff bestreiten können. Somit möchte ich nun meinen Versuch, einen minimalen Beitrag zur Vervollständigung des Kompendiums Internet beizutragen, präsentieren. Hoffentlich wird der Bericht unseres Umbaus, einer von zahlreichen, dem ein oder anderen einen wichtigen Tipp bei einer sehr brennenden Frage oder Herausforderung geben.