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Grenzerfahrung China

China

Asien 2014-2016

Bereits seit vier Stunden stehen wir vor dem Tor nach China. Besser gesagt ist es ein Schlagbaum, der für uns geschlossen bleibt. Zunächst haben Belinda und Markus aus Holland Probleme bei der Ausreise auf der mongolischen Seite. Aber inzwischen ist unsere Gruppe komplett. Wir stehen zusammen mit Sandra und Markus aus der Schweiz, den Holländern, Heidi und Robi aus der Schweiz, sowie Michael und Judy aus Australien im Niemandsland, können nicht einmal irgendwo auf die Toilette gehen, doch die zwei uniformierten Chinesen vor der Schranke können scheinbar nur ein einziges Wort auf Englisch, und das heißt „NO“.

Zu gerne erinnern wir uns in diesen Stunden an unseren letzten Abend in den Dünen der Wüste Gobi mit Sandra, Markus und Kristal (ihrem süßen Hund). Der ruhige Platz mitten in der gewohnt schönen mongolischen Steppe, das Lagerfeuer, welches bis um fünf Uhr am Morgen lodert, der lange Ausflug zu der höchsten Düne in der Umgebung – das Gefühl der Freiheit. Vor allem dieses werden wir in den nächsten 30 Tagen vermissen. Es ist zwei Uhr mittags, egal was wir auch versuchen – wir dürfen nicht rein, ohne Angabe von Gründen oder einer zeitlichen Aussicht.

Zwischen den Grenzen

Nun gut, wo aber ist eigentlich unser Guide? Irgendwie verheißungsvoll. Wir rufen die Ansprechpartnerin von unserer Agentur China Overland Europe an. Nach kurzem Hin und Her dürfen wir, ebenso ohne Angabe von Gründen, unsere Fahrzeuge hinter den Schlagbaum bewegen. Erst dort treffen wir unseren Guide, Mr. Wong. Andy, sein Englischer Name, ist uns auf Anhieb sympathisch. Wahnsinnig engagiert rennt er von einer Station zur Nächsten und versucht für uns alle Grenzformalitäten zu erledigen. Erneut müssen wir warten, doch dieses Mal wissen wir warum: Unsere Autos müssen noch vom Zoll bearbeitet werden, aber die Zollbeamten machen um 15:30 Uhr Feierabend.

Da die Prozedur am selben Tag nicht zu bewältigen ist, müssen wir in der Grenzstadt Erenhot in einem Hotel übernachten. Bereits am nächsten Tag bekommen wir gegen Mittag unsere Führerscheine und Nummernschilder ausgehändigt (wie wir gelesen haben, kann das durchaus länger dauern) und können endlich mit unserer Chinareise beginnen. Erster Halt: Datong, ca. 500km Strecke. Und das in einem halben Tag mit einem ungeübten Konvoi? Das wird ein Spaß! „Ok, everybody, ready to go?“.

Offengesagt hat dieser Tag nur wenig mit Spaß zu tun. Wir fahren wie von Wölfen gejagt, ohne Pausen und Proviant bis zu dem vermeintlichen Ziel. Als es Nacht wird, brennt bei unserem Defender der Lichtschalter durch und wir müssen über 100 km ohne funktionierende Scheinwerfer bei absoluter Dunkelheit fahren, denn für Schwierigkeiten oder Reparaturen ist auf unserem Programm freilich keine Zeit vorgesehen. Als wir völlig erschöpft und ausgehungert gegen 23 Uhr das 1,5 Millionen-Einwohner-Dorf erreichen, ist das von unserem Guide ausgesuchte Hotel mit Parkplatz nicht existent. Zum Glück erlaubt uns die Polizei neben dem Polizeihäuschen zu parkieren, mitten an der Hauptstraße auf dem Bürgersteig in Datong. Zumindest unser Bett haben wir immer dabei. Und ein offenes Restaurant hat Andy auch noch auftreiben können. Hier glauben wir ihm noch, als er sagt, dass „sowas“ nie wieder vorkommen wird.

Der bürokratische Dschungel

Aber wie kommen wir überhaupt dazu, in einer Gruppe zu reisen? China mit dem eigenen Fahrzeug zu bereisen ist eine sehr komplizierte Angelegenheit. Man benötigt einen Chinesischen Führerschein, eine Chinesische Zulassung samt Nummernschild, eine Haftpflichtversicherung, eine von der Regierung abgesegnete Route, eine Erlaubnis für jede Provinz, die es zu durchqueren gilt und viele andere Dinge, die wir nicht verstehen. Wir haben den Eindruck, dass wenn etwas in China nicht generell verboten ist, aber trotzdem nicht erwünscht, dann machen sie es einfach so kompliziert, dass es dadurch scheinbar unmöglich wird. Im offiziellen Sprachgebrauch nennt man diese „durch Ausnutzung staatlicher oder dienstlicher Machtbefugnisse getroffene Maßnahme, durch die jemandem unnötig Schwierigkeiten bereitet werden“ auch Schikane (Quelle: Wikipedia).

Vor diesem Hintergrund haben wir keine andere Möglichkeit gesehen, als uns vor der Reise an eine Agentur zu wenden, die solche Reisen organisiert. Alle Agenturen, die wir ausfindig machen konnten, drücken einem aber generell einen Guide für die gesamte Tour aufs Auge, der eigentlich nur für einige Provinzen tatsächlich von der Regierung vorgeschrieben wird – keine von denen liegt auf unserer Route. Und schon wird aus „kompliziert“ „teuer“. Um die anfallenden Kosten für den Guide und die Erlaubnisse zu teilen, haben wir uns also einer Gruppe angeschlossen. Alles in Allem ist es schlussendlich ein ganz großer Kompromiss, um unseren Weg nach Südostasien bestreiten zu können.

Die Agentur China Overland

Für diejenigen, die selber eine China-Durchfahrt planen, möchten wir hier kurz darlegen, warum wir uns für die Agentur China Overland entschieden haben. Es ist eine der größten Agenturen Chinas für Überlandreisen mit einer Außenstelle in Europa (China Overland Europe, Holland). Von unseren Ansprechpartnern von China Overland Europe, fühlten wir uns sehr gut beraten, konnten sie zu jeder Zeit mit Fragen löchern und letztendlich haben wir auch alles über sie abwickeln lassen. Das war sehr bequem, was den etwas höheren Preis im Vergleich zu anderen Agenturen rechtfertigen kann. Sie versicherten uns, dass es mit ihrer Agentur keinerlei Probleme an den offiziellen Stellen geben wird, da China Overland schon eine gewisse Stellung/einen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Dies hat auch gestimmt – wir haben wirklich keinerlei Probleme während der gesamten Reise. Zweimal werden wir von der Polizei angehalten und dürfen beide Male schneller weiterfahren, als wir die Dokumente rausholen können. Eigentlich werden wir kaum nach irgendetwas kontrolliert. Sobald Andy das Dokument mit den richtigen Stempeln und Namen vorzeigt, ist sofort alles im Lot – „That´s a plus!“.

Noch zwei weitere Vorteile können wir (wohl aufgrund des höheren Preises) genießen: Bei der Einreise nach China wird an der Grenze eine Kaution für die Fahrzeuge erhoben, die man nach Ausreise zurückerhält. Diese kann nach Beamtenwillkür ab 5000,- € aufwärts variieren. Diese Summe wird vollständig von der Agentur übernommen. Das ist das eine. Der Hauptgrund für Vertragsabschluss unsererseits war, dass China Overland Europe eine sehr gute Gruppe zusammenstellen konnte, der wir uns zwecks Kostenteilung anschließen konnten. Es war dem Anschein nach ideal – alle hatten kleinere Fahrzeuge, ohne Toiletten und Duschen, in welchen sie aber bevorzugt übernachten wollten – alle hatten die gleichen Bedürfnisse.

Doch einiges ist so sehr schief gelaufen, dass wir es inzwischen sehr bereuen, so viel Geld ausgegeben zu haben. „So everybody - things already happened…“ – würde unser Freund Andy sagen, doch für Reisende, die eine China-Durchquerung planen, möchten wir einige Fakten herausstellen, die für eine Entscheidung relevant sein könnten. Wir fanden im Vorfeld unserer Reise keinerlei Erfahrungsberichte über die Agentur unserer Wahl im Internet. Dieser Bericht soll also zunächst als solcher dienen.

Was haben wir nochmal bestellt?

Vor der Reise hatten wir eigentlich alle Angst vor zu viel Organisation. Unsere Route wurde komplett durch die Agentur vorgeplant, wir bekamen eine Liste mit Hotels und Sehenswürdigkeiten und dachten, wir hätten keinen Freiraum für irgendeine Abweichung. Doch statt zu jammern malten wir uns lieber die positive Seite einer organisierten Reise aus – wir müssen uns um nichts kümmern. Was wir bekamen, war dementgegen die absolute Desorganisation während der gesamten 30 Tage. Schnell hat sich herausgestellt, dass die Hotelliste lediglich für den Visumantrag erstellt wurde. Während wir damit rechneten, immer in diesen Hotels übernachten zu müssen, musste uns unsere Ansprechpartnerin extra versichern, im Auto schlafen zu dürfen (sofern möglich), um die Kosten für die China-Reise nicht explodieren zu lassen. Sprich, es kam gar nicht zur Sprache, dass kein einziger Schlafplatz vororganisiert ist und es an den Kompetenzen des Guide liegt, uns diese im Reiseverlauf zu organisieren. Das klingt zunächst auch nicht tragisch, denn einen Guide haben wir ja dabei. Betrachtet man aber die beachtlichen Entfernungen, die es jeden Tag zurückzulegen gilt, kann man sich auch sehr gut vorstellen, dass nicht mehr viel Zeit verbleibt, um sich bei Ankunft an einem Ort nach einem Schlafplatz umzuschauen.

Wie bereits erwähnt bekommen wir einen sehr jungen und auch unerfahrenen Guide. Wir versuchen mehrmals raus zu bekommen, wie viele Reisen er bereits begleitet hat – sehr viele waren es jedenfalls nicht. Zudem kommt noch, dass er weder eine Gruppe in dieser Größe, noch eine mit solchen Anforderungen, wie wir sie haben, je begleitet hat. Hier haben wir es nicht ganz verstanden, dass eine Gruppe, die insgesamt 15000 € für eine Reise aufwendet, keinen Reiseführer bekommt, der ihre Anforderungen kennt. Der Agentur muss doch bewusst sein, dass es viel Erfahrung braucht eine 10-köpfige Gruppe für 30 Tage zu führen! Und dabei ist es vollkommen unwichtig, ob das 10 Sightseeing-Begeisterte, Pfadfinder oder Kindergartenkinder sind. In jedem Fall ist es eine riesige Aufgabe.

Gut, aber vielleicht kann er seine Unerfahrenheit mit Engagement kompensieren? Nun, er ist schon sehr engagiert und persönlich ein super netter Mensch, aber als Guide ist er einfach, jedenfalls für uns, nicht geeignet. Er versteht es bis zuletzt nicht, dass wir jeden Tag eine Toilette brauchen, alle 2-3 Tage eine Dusche und für solche Fälle auch durchaus ins Hotel gehen würden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Wir landen an Parkplätzen hinter Supermärkten, übernachten direkt vor den Haupteingängen der Touristenattraktionen in der Hauptsaison, an der Seite einer stark frequentierten Straße, auf einem schlammigen Stellplatz, der eben so viel kostet wie ein günstiges Hotelzimmer. Jeden Tag kommen dieselben Fragen auf: Wo sollen wir auf die Toilette gehen? Warum hast du dich nicht vorher drum gekümmert? Oder wie können wir an einem Ort ruhig schlafen, wo stets eine Traube von neugierigen Chinesen an unseren Autos wackelt? Es ist IMMER, größtenteils noch am Morgen, unklar, wo wir die Nacht verbringen werden, und immer wenn wir mit dem Schlimmsten rechnen, kommt es (bis auf einige Ausnahmen) noch schlimmer!

Sehr verübeln konnten wir es Andy nicht, denn nachdem er uns eröffnet: „It´s not my habbit to sleep in a tent“, verstehen wir, dass er einfach kein Auge dafür hat, einen für uns, Camper, geeigneten Platz zu finden. Oftmals kommt der Gedanke, dass wir bei der Agentur einen anderen Guide fordern könnten, doch irgendwie empfinden wir das als unfair Andy gegenüber. Er würde dann sicher gefeuert werden, nur weil die Agentur, welche die ganze Knete absahnt, ihn vor eine zu große Herausforderung stellt.

Erst zum Schluss, also am letzten Tag eröffnet er uns, dass er gar nicht weiter machen will – er hätte schon alles von China gesehen, das wäre genug. Jetzt kann er sich anderen Dingen widmen, vielleicht noch irgendwo im Ausland reisen. Plötzlich geht uns ein Licht auf: er war bei jeder Besichtigung dabei, hat sich alles selber angeschaut, Fotos gemacht. Das war seine Motivation! Klar ist, dass er nicht so viel Geld bekommt, wie wir der Agentur in den Rachen geworfen haben, aber so konnte er kostenlos China bereisen. Er wollte gar nicht besser werden in seinem Job. Während wir ihn für nicht sehr lernfähig hielten, hat er sehr viel mitgenommen, wie er auch selber immer wieder sagte.

Wir bekommen mehr und mehr das Gefühl, dass sich alle möglichen Instanzen (welche auch immer, denn eine transparente Kostenaufstellung haben wir nie erhalten) an der gezahlten Knete bereichern, für den Guide aber, welcher letztendlich die gesamte Tour organisieren muss, nichts übrig bleibt. Andy hat uns eröffnet, dass er von seinem Lohn, den er als Guide erhält, nicht leben kann. Er wird also mit uns auf eine Reise geschickt, soll aus dem Stehgreif eine 10-köpfige Gruppe organisieren und erhält dafür keinen angemessenen Lohn? Was ist mit seiner Chinesischen Agentur, welchen Beitrag leistet sie? Es wäre das Mindeste Andy mit guten Informationen über mögliche Stellplätze in den einzelnen Städten auszustatten.

Das Reisen in der Gruppe

Unter solchen Bedingungen – der ständige Kampf um die Grundbedürfnisse, Turbo-Sightseeing, die Aufholjagd der Orte auf der Liste und sehr langen Fahrten im Konvoi – leidet selbstverständlich die Gruppenharmonie. Das ist sehr schade, denn eigentlich ist jedes einzelne Paar sehr nett und umgänglich. Aber in der Gruppe, die nicht durch den Guide zusammengeleimt wird und plötzlich, nach zehn Stunden Fahrt, entscheiden muss, wo man sich für die Nacht hinstellt, wird das Alles zu einer Katastrophe. Fünf verschiedene Meinungen, zehn Persönlichkeiten, die auf unterschiedlichster Weise mit Stresssituationen umgehen (und davon gibt es jeden Tag mindestens eine) – ständige Diskussionen. Angesichts des Stressprogramms ist es auch kaum jemandem zu verdenken. Meistens müssen sich alle, nach einem Streit, der natürlich zu nichts führt, mit der Situation abfinden. Es bleibt einfach keine Kraft mehr, um selber nach Alternativen zu suchen.

Die Orte, bedeutende Sehenswürdigkeiten, schönste Landschaften, sie fliegen an unseren Fenstern vorbei. Jeden Tag etwas Neues anschauen, Fotos machen und weiterfahren. Allesamt empfinden wir wie eine erlebte Aufzählung: Die Buddha-Grotten von Datong, Hängende Tempel, die Chinesische Mauer, Peking, die Altstadt von Pingyao, noch eine Altstadt, ein Shaolin-Tempel, die Terrakotta-Armee, Xi’an, Chengdu, die größte Buddha-Statue der Welt, der Lugu-See, die Altstadt von Liljang, die Tigersprung-Schlucht, Dali, Kunming, Mohan und noch einige Dinge dazwischen, die wir nur noch auf den Fotos finden, als hätte sie jemand anders fotografiert.

Das eigentliche Leben passiert in den wenigen Momenten zwischen den geplanten Stopps. Hierüber könnt ihr in unserem zweiten China-Bericht "China: was zwischen den Zeilen passiert" lesen.

Was kostet China

Zu den hohen Kosten, die wir vorab an die Agentur bezahlt haben, welche sich auf 3000 € belaufen, kommen noch ca. 46 € Visagebühren hinzu. In China tanken wir für 468 € Diesel, bei einem Preis von durchschnittlich 0,88 €/l. Für die Sehenswürdigkeiten geben wir etwa 150 € aus, dabei besuchen wir nicht alles und handeln zudem noch mit unseren (eigentlich längst abgelaufenen) Studentenausweisen immer den halben Preis aus. Für die Highway-Nutzung und die Parkplätze an den Sehenswürdigkeiten oder wo auch immer geben wir knapp 230 € aus. Da wir das „Glück“ haben während den Nationalfeiertagen weite Streckenabschnitte auf der Autobahn zurücklegen zu können, an denen sieben Tage lang keine Gebühren erhoben werden, sparen wir schätzungsweise ca. 150 €. Wir gehen häufig essen, was natürlich auch am Geldbeutel nagt, doch das ist angesichts des stressigen Programms kaum zu vermeiden und abgesehen davon sehr lecker.

Summa summarum in einer kleinen Tabelle:

Wofür?

Diesel

468

Eintritte

152

Autobahngebühren

162

Parkgebühren

65

Leben

582

Gesamt vor Ort

1429

 

 

An China Overland bezahlt

3000

Gesamt

4429

 

Paff! 4429 € entsprechen

  • 632 Tage oder 1,7 Jahre Unterkunft in dem laotischen Bungalow in den Bergen mit Flussblick, in dem wir gerade Hausen
  • 4921 Litern Diesel oder 57.894 zurückgelegten Kilometern in Laos; 7237 Litern Diesel oder 85.138 zurückgelegten Kilometern in Russland (das ist realistischer, denn ohne die China-Durchquerung wären wir schließlich nicht in Laos angekommen; Außerdem sind wir nicht sicher, ob man 57.894 km in Laos zurücklegen kann)
  • 1968 Stangen oder 19.684 Päckchen Zigaretten Honghua in Laos
  • 4921 Beerlao (à 0,64 l)

 

Letzten Endes müssen wir an dieser Stelle noch sagen, dass egal wie stressvoll unsere Schlafsituationen sind, können wir uns persönlich im Nachhinein freuen, dass wir nicht in Hotels übernachten müssen. Obwohl die Hotels in der Nebensaison für 10-15 € pro Zimmer zu haben sind, hätte selbst dieser Kostenfaktor unser Budget völlig gesprengt. Außerdem fühlen wir uns nun abgehärtet – denn viel schlimmere Schlafplätze können uns einfach nicht mehr begegnen! Man könnte also so eine Chinareise auch als eine Schule für das urbane Outdoorleben betrachten und glücklich mit einem solchen Ablauf sein, wie wir ihn erleben. Vielleicht sollten wir uns um eine Kooperation mit Rüdiger Nehberg bemühen: „Überleben im Asphalt-Dschungel“. Well, we´ve survived!

Empfehlungen für eine China-Durchfahrt

Allgemein würden wir sagen: Wer China ernsthaft bereisen will, kommt lieber nicht mit dem Auto. Wer aber mit dem Auto kommt, der kann getrost die günstigste Agentur auswählen, denn durchkommen wird man und darum geht es ja im Endeffekt. Für uns war es leider keine schöne Reise, jedoch eine Möglichkeit dieses Land zu durchqueren. Und wer die Chance ergreift, bei der Vertragsabwicklung seine Route zu ändern, der bittet die Agentur des Vertrauens darum, die Hälfte der Sehenswürdigkeiten zu streichen und stattdessen mehr fahrfreie Tage (die man natürlich auch als Tage für Eventualitäten nutzen kann) einzuplanen und somit alles möglichst zu entschleunigen –  vielleicht können diese winzigen Anpassungen bereits eine schönere Reise ausmachen.

Aber am besten noch versucht ihr es ohne Guide! Denn während bei uns der Zug schon abgefahren war, haben es Christopher Many (Author von „Hinter dem Horizont links“) und seine Freundin Laura ohne Guide geschafft. Sie sind die Wegbereiter für alle motorisierten Overlander, die in Richtung Südostasien starten. Aber lest einfach selbst nach, wie es geht:

http://laurastraveltales.com/overlanding-china-self-drive-and-without-a-guide-its-now-possible/

Update: inzwischen ist es nicht mehr möglich mit der von Laura empfohlenen Agentur ohne Guide durch China zu fahren. Sobald es wieder Neues zu dem Thema gibt, werden wir wden beitrag aktualisieren.

Es handelt sich bei unserem Rückblick natürlich um eine sehr persönliche Einschätzung und trifft sicherlich nicht auf jeden zu. Nehmt einfach mit, was ihr gebrauchen könnt.