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Rückblick

Osteuropa 2013

Rückblickend zu betrachen hinsichtlich unseres größeren Vorhabens, in diesem Fahrzeug eine Reise auf unbestimmte Zeit zu unternehmen, wäre z.B. die Größe unseres "Wohnraumes", den viele doch als deutlich zu klein einstufen. Kurzgefasst: Wir kommen sehr gut klar. Wenn man nämlich berücksichtigt, dass wir die meiste Zeit einen weitaus größeren Garten zur Verfügung haben, als die meisten, die sich irgendwo ein gemütliches Haus gebaut haben, ist unser "Wohnraum" absolut enorm. Wir nutzen, wenn möglich, die Natur als unseren Garten und haben wunderbar viel Platz. Fast es als ruhig als Apelle auf: Nutzt eure Gärten als Wohnraum, denn die sind viel zu oft nur viel zu viel Arbeit, um samstagabends zwei Stunden dort zu verbringen, freilich nur bei bester Wetterlage, um den Grill anzufeuern. Draußen ist die Luft auf viel sauberer, als in den schlecht belüfteten vier Wänden.

Rückblick zu den Kosten findest du hier: Budget für zwei Monate Osteuropa

Top:

  • Einladung von einheimischen Rumänen annehmen – was für eine Begegnung!
  • Das Donau-Delta zeigt, dass Ökotourismus fu nktionieren kann
  • Festival Kazantip (vom Anfang dabei sein, dann lohnt sich der hohe Preis)!
  • Die Berge der Krim, Wandern, Natur pur! Eine einmalige Landschaft!
  • Nicht achtlos an anderen Reisenden vorbeifahren/-gehen! Daraus können die interessantesten Begegnungen entstehen. (Beispiel Micha, siehe Reisebericht)

Flop:

  • Ellens Heimatstadt Sewastopol haben wir leider nicht richtig erkunden können, da wir von ihrer Verwandtschaft so sehr eingenommen wurden. Also nicht von seinem Vorhaben ablenken lassen, denn wer weiß, wann/ob man wiederkommt.
  • Es ist besser bekannte Touri-Orte innerhalb der Touristensaison zu meiden oder zumindest damit zu rechnen, dass solche Orte überlaufen sind. Ruhig bleiben!

Für die Zukunft merken:

  • Am Beispiel Odessa entdeckten wir eine Sache, die wohl grundsätzlich übertragbar ist: Das Großstadtproblem. Man darf nicht einfach blind in eine Stadt reinfahren, sondern muss sich vorher erkundigen, überlegen wo man bleibt und was man will. Welche Möglichkeiten gibt es? Parkplatz? Campingplatz? Hotel? Wenigstens für die erste Nacht sollte das geklärt sein.
  • Irgendwann aufhören die Kosten aufzuschreiben führt dazu, dass man nach und nach den Überblick verliert! Also brav Logbuch führen, falls man seine Kosten im Blick behalten möchte.
  • Aus technischen Problemen haben wir leider aufgehört, Berichte zu schreiben, und aus Faulheit auch keine Notizen gemacht. So war es echt schwer hinterher noch authentische Berichte zu schreiben, da die Erlebnisse innerlich bereits reflektiert wurden. Das ist jedoch nicht das Schlimme daran – aber alles aufzuholen benötigt echt viel Zeit und Geduld.
  • Mit einem Bankkarten-Verlust muss man eigentlich als ein vorausschauendes Wesen rechnen. Wir wollen ab jetzt immer genug Ersatzkarten dabei haben, denn die Gebühren sind enorm und nun wirklich vermeidbar!

Wer hätte gedacht…

…dass ein halbes Jahr später genau über den Ort, den wir erst bereist haben, die ganze Welt reden wird – die Krim. Damals hat noch niemand ahnen können, was passieren wird. Im Gegenteil: Oft habe ich die Frage gehört, ob wir glauben, dass die Ukraine bald in der EU sein wird. Plötzlich gehört dieses Stückchen Land, meine Heimat, zu Russland. Und das mit solch einer Entschlossenheit und absolut radikalen Mitteln. Ob sie begreifen, was da tatsächlich passiert ist? Ob es überhaupt irgendjemand im vollen Umfang begreift und die Hintergründe durchblicken kann? Wir werden sehen, was es für die Leute, die dort Leben, bringt.

Der momentane O-Ton lautet jedenfalls „Endlich“. Und tatsächlich sage ich persönlich schon immer, dass ich aus Russland komme, weil es mir zu kompliziert war zu erklären, warum ich nur Russisch und kein Ukrainisch kann. Die Sprache kann einem das Gefühl der Heimat geben, aber nicht nur. Alles verändert sich – das Land, die Menschen, die Politik. Meine Heimat ist in vielerlei Hinsicht nicht mehr da, sie ist nur noch in meiner Erinnerung.

Siehe Routenplanung (die sich deswegen etwas ändert)