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Neue und alte Freunde – Australien von Ost nach Süd

NSW, ACT, VIC

Ozeanien 2016-2017

Nachdem wir das gemachte Nest in Brisbane verlassen, sind wir etwas aufgeregt, wie es für uns weitergeht. Ja, einen ersten Einblick in das Reiseleben auf dem australischen Kontinent haben wir erhalten – der kleine Abstecher zu Fraser Island war eine gute Einführung, und auch die Umgebung Brisbanes haben wir ganz gut erkundet. Schauen wir uns jedoch die Karte Australiens an, erscheinen unsere bisherigen Entdeckungen nicht größer als ein winziger Punkt. Es liegen noch unendlich erscheinende Weiten vor uns!

Inzwischen haben wir einige Termine in unseren Kalender aufgenommen, indem wir eine Überfahrt nach Tasmanien gebucht haben. Nicht allzu viel Zeit haben wir deshalb, um bis nach Melbourne und den Hafen unserer Fähre zu gelangen: Mehr als 2000 km gilt es in einem Monat zurück zu legen. Einige Orte dazwischen wollen wir selbstverständlich näher erkunden. Als erstes widmen wir uns der bei den Backpackern beliebten Reiseroute entlang der Ostküste.

Nimbin

Es steht Weihnachten vor der Tür, als wir in die scheinbar gemütlichste Stadt Australiens einrollen. Eigentlich war unser Ziel Byron Bay. Doch Thomas, mit dem wir kurzweilig in Sumatra gereist sind, empfiehlt uns dringend in einem entspannten Dörfchen landeinwärts halt zu machen. Und solchen Tipps folgen wir natürlich immer! Sofort begreifen wir, warum Nimbin als die Hippie-Hauptstadt Australiens Bekanntheit erlangte. All die bunten Schilder, ausgefranzte Kleidung, Dreadlocks als Standard-Frisur – das Klientel erinnert uns stark an das Fusion Festival, welches wir regelmäßig in Deutschland besuchten.

Und tatsächlich hat ein Festival eine wesentliche Rolle in der Geschichte dieser Stadt eingenommen, welches 1973 abgehalten wurde. Damals erwirkten die Festival-Teilnehmer die Freilassung vier der Anwesenden, welche der Polizei aufgefallen waren, durch friedlichen Protest. Die Stimmung muss überwältigend gewesen sein, denn einige der Besucher weigerten sich zu gehen. Heute hat Nimbin ca. 450 Einwohner, viele davon sind Zeitzeugen jenes geschichtsträchtigen Hippie Festivals.

Wir lassen uns auf einem Campingplatz in Gehweite zur Hauptstraße nieder, wo unsere Hängematten ausreichend Platz haben. Doch so richtig will keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Denn ob man zugeben mag oder nicht, Weihnachten ist für uns (vielleicht Overlander allgemein) ein schwieriger Tag. Irgendwo in der Ferne trifft sich gerade die ganze Familie, während du ganz allein durch fremde Gefilde ziehst. Dieses Jahr haben wir jedoch das Glück ganz besondere Menschen kennen zu lernen, die unser Heimweh in diesen Tagen etwas lindern können.

Viele Geschichten werden wir von nun an über das besinnliche Weihnachtsfest mit unserer nimbischen Ersatz-Familie erzählen. Schade jedoch um die Reaktionen, die wir ernten, sobald der Name Nimbin im Gespräch fällt. „So so, Nimbin also!“ – wird man uns stets verschmitzt zulächeln, als ob etwas unausgesprochenes allgemein bekannt wäre (nämlich der stadtweit offene Konsum von Marijuana). Ein bisschen ertrinkt Nimbin offenbar in den eigenen Klischees. Dabei gibt es so viel mehr, was diese Gegend zu einem spannenden Reiseziel macht.

Detour mit Happy End

Nun, wir haben ja keine Zeit, deswegen beschließen wir gemeinsam mit Bella und Michel weiter in den Süden zu fahren, um einen schönen Spot für die Silvester-Feierlichkeiten zu finden. Idealerweise am Strand – etwas Besonderes für diesen besonderen Tag. Zunächst geht es ohne Eile Richtung Lismore und dann weiter gen Küste. Da die beiden den von uns angesteuerten Küstenstreifen bereits erkundet haben, trennen wir uns erstmal, um später am Abend wieder zusammen zu kommen.

Leider gleicht die berühmte Hippiestadt Byron Bay einem gewaltigen Stau, was den Feiertagen zu verschulden ist. Nach den entspannten Tagen in Nimbin können wir die stressigen Menschenmassen überhaupt nicht ertragen und ziehen deshalb fluchtartig weiter. Im weiteren Verlauf finden wir doch noch unseren Frieden bei ein paar wenig besuchten Aussichtspunkten – Broken Head, Lennox Head und Evans Head.

Währenddessen verzweifeln Bella und Michel an der Suche nach einer passenden Bleibe. „Wir haben jeden Campingplatz im Umkreis von 200 km angerufen, bei einigen sind wir direkt vorbei gefahren.“, erzählt uns Bella völlig außer sich. Wir treffen uns an einem günstigen und von Caravans und Flughunden überfüllten Camping Spot in einem nur wenig einladenden Ort namens Maclean. „Alles voll! Könnt ihr euch das vorstellen?! Sogar bei den Caravan Parks haben wir es versucht. Die Halsabschneider verlangen 60 bis 80 Dollar, und das für ein Stück Rasen!“ – Was tun? In diesem Moment sehen wir nur eine einzige Lösung.

In den nächsten Tagen machen wir also einen kurzen Abstecher in den Toonumbar Nationalpark im Landesinneren, wo wir einige Baumgiganten bestaunen. Danach kommen wir feierlich dorthin zurück, von wo wir gestartet sind, um auch das Neujahr mit unserer Nimbin-Familie zu verbringen. Der erste Tag des Jahres soll, wie es die Tradition verlangt, mit einem kräftigen Kater beginnen. Bald schon wird jeder von uns den eigenen Weg weiter gehen. Doch eigenartig vertraut fühlt sich unser Abschied gleichzeitig an. So, als ob wir jedes Jahr nach Nimbin kämen, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen.

Danke an Bella und Michel, Caroline und Paul, Jonathan und alle, die noch dabei waren, für diese relaxte und unvergessliche Zeit.

Ein Ritt an der Ostküste

Unser ausgiebiges Hängenbleiben in Nimbin fordert seinen Tribut. Nun haben wir gerade mal eine Woche, um in Sidney anzukommen, damit wir im Plan bleiben. Dabei gibt es erstaunlich lange Distanzen zurück zu legen, während wir das Gefühl haben, alles auf dem Weg zu verpassen. Andererseits, so schön die Ostküste auch ist, die gesamte Region ist jetzt brechend voll mit Backpackern, die dem europäischen Winter entfliehen und Einheimischen, die Ferien machen. Und natürlich wollen alle an den Strand, uns eingeschlossen. Vermutlich sollten wir akzeptieren, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Das darf schon mal passieren, wenn man jahrelang von Ort zu Ort zieht.

An einigen Ortschaften fahren wir vorbei, die wir inzwischen miteinander verwechseln würden. Nambucca Heads, Port Macquarie? Oder liegt der Ursprungsort dieser oder jener Erinnerung irgendwo auf dem Weg? Wir wechseln die Übernachtungsplätze wie unsere Unterwäsche. Immerhin haben wir so langsam den Dreh raus, wie und wo man am besten campt und wie wir auf dem Weg arbeiten können. Den Highway verlassen wir so oft es geht und geben stattdessen schönen und abgelegenen Tourist Drives den Vorzug, die uns wiederum an einigen interessanten Landschaften vorbei führen. Wir sind fasziniert von der Naturschönheit Australiens. Und immer wieder dieser Eukalyptusduft – Australien ist nicht nur schön, es riecht auch gut.

Ein bisschen schade natürlich, dass wir nicht genug Zeit haben, um sowohl den Trubel auszusitzen, als auch an manchen schönen Orten länger zu bleiben, sie genauer zu erkunden. Wir sind uns sicher, dass wir alleine hier, an der Ostküste, ein halbes Jahr verbringen könnten. Während wir erneut über die Feststellungen meditieren, dass man nicht alles sehen kann, fragen wir uns ebenso, wie es denn an der Westküste aussieht, welche jeder als das unübertroffene Highlight beschreibt. Die Bevölkerungsverteilung in Australien lässt jedenfalls große Naturwunder erahnen. So treibt uns die Neugier immer weiter voran, sowie die Vorfreude auf ein Wiedersehen, das schon seit Längerem fest steht. Genau genommen seit 2 Jahren und 2 Monaten.

Das große Wiedersehen in Sydney

Im Oktober 2014 durchquerten wir in einer ziemlich stressigen Art China, und zwar in einem Konvoi aus 5 Fahrzeugen. Ganze 29 Tage haben wir, die freiheitsliebenden Reisenden von überall auf der Welt, um China von Nord nach Süd zu durchfahren. Damals hatte Jonas einem Landcruiser aus unserer Gruppe das Radlager mitten auf der Straße getauscht. Das war das Fahrzeug von Judy und Michael, einem liebenswürdigen australischen Ehepaar, die in ihrer einjährigen Auszeit von Südafrika über Europa bis nach Asien gefahren sind. Den Kontakt haben wir nie verloren und versprechen seit damals, unbedingt bei ihnen vorbei zu fahren, sobald wir „in der Gegend“ sind. Nun soll es tatsächlich soweit sein.

Der Empfang ist wie erwartet herzlich. Michael lässt uns nie auf dem Trockenen sitzen und Judy bekocht uns königlich. Eine ganze Woche wohnen wir bei ihnen zuhause, während uns die Geschichten nicht auszugehen scheinen. Wie interessant, dass das Alter keine Rolle spielt, wenn man eine Leidenschaft teilt, für uns alle ist es das Reisen! Wir fühlen uns als langjährige Freunde. Gleichzeitig sind wir fasziniert davon, sie in ihrem normalen Umfeld zu sehen, in einem normalen Haus, sie als Eltern und Großeltern zu erleben. Für uns bleiben Judy und Michael jedenfalls für immer die verrückten Abenteurer, die beim Reisen gerne etwas stärker aufs Gas treten.

Natürlich wissen die Beiden ganz genau, was Overlander so brauchen: Eine Lieferadresse und Platz zum Schrauben. Denn nach den asiatischen Schlaglochpisten ist unser Fahrwerk nicht mehr das, was es einst war. Wir investieren etwas Knete und leisten uns rundum neue Stoßdämpfer für den Defender. Diesmal entscheiden wir uns für ein stattlicheres Kaliber und sind somit bereit für jegliche Offroad-Pisten, die Australien zu bieten hat.

Ansonsten schaffen wir es in dieser produktiven Woche noch ganz schön rum zu kommen: Wir machen einen Ausflug zum Royal Nationalpark, wo Judy und Michael jedes Jahr die Weihnachtstage verbringen; nehmen die Gelegenheit wahr, im strandnahen Apartment der Tochter am Cronulla Beach zu übernachten und vorher ebendort die ersten Surfversuche zu machen und besichtigen schließlich Sidneys Stadtzentrum, mit der imposanten Harbor Bridge und dem wohl berühmtesten Opernhaus der Welt.

Vielen Dank für alles, ihr Lieben! Wir sehen uns „bald“ wieder, versprochen!

Kangaroo-Valley & die Hauptstadt Canberra

In Sidneys Umgebung können wir gleich zweifach alte Freunde treffen. Wir ihr wisst, haben wir Laura und Chris auf ihren Motorrädern vor über zwei Jahren in Laos kennen lernen dürfen. Seit dem hat sich eine innige Freundschaft entwickelt. Auch diesmal wollte das Schicksal, dass wir den gleichen Kontinent zur selben Zeit bereisen. Und, um ehrlich zu sein, haben wir noch kein einziges Mal zusammen gecampt (in Asien bevorzugten wir zu oft den erschwinglichen Luxus eines Hotelzimmers). Das soll schleunigst nachgeholt werden.

Jedenfalls sind die Beiden eben erst aus Sidney los gefahren, mit der selben Richtung im Sinn, wie wir sie haben. Im dem vielversprechenden Ort namens Kangaroo-Valley holen wir sie ein. Obwohl das schöne Tal nach dem australischen Wappentier benannt ist, ist es bekannt für ein ganz anderes typisches Beuteltier. Kaum beginnt es zu dämmern, kriechen zahlreiche Wombats aus ihren Bauten, um ungestört zu grasen. Was für ein Anblick! Zwar sind es scheue Lebewesen, da jedoch ihr Gehör-, Seh- und Geruchssinn nicht besonders ausgeprägt sind, haben wir einen Heidenspaß daran, uns an diese ungewöhnlichen Tiere heran zu schleichen.

Auf diese Weise werden wir uns an die erste Camping-Erfahrung mit Laura und Chris noch lange erinnern. Insgesamt ist Australien ganz schön wild, selbst in diesen recht besiedelten Gegenden. Schilder warnen mit teilweise unbekannten Abbildungen vor Wild auf der Straße. Road kill ist in Australien sehr weit verbreitet, was wir zum Beispiel auf der unasphaltierten Strecke, die wir als Abkürzung Richtung Canberra nehmen, feststellen müssen. So viele aufgeblähte Wombats säumen hier die Straße, dass wir die Aussage „Australien riecht so gut“ auf der Stelle revidieren müssten.

Der australischen Hauptstadt Canberra können wir nicht sehr viel abgewinnen. Sie ist eben kein Berlin, Paris oder Bangkok, sondern ein wohlüberlegtes konstruiertes Dorf, in welchem zu viele Politiker residieren. Uns fehlt die lebendige Stadtentwicklung, die erst den besonderen Charme erzeugen mag. Auch schade dass Phout, der laotische Guesthouse-Besitzer vom Paradise Camping, nicht da ist, der hier eigentlich seit 10 Jahren lebt. An dieser Stelle hätten wir zu gern von einer weiteren Wiedervereinigung erzählt. Stattdessen erledigen wir lediglich einige organisatorische Punkte und verziehen uns schnell wieder.

Kosciuszko Nationalpark (Snowy Mountains)

Für uns wird es Zeit eine Region zwischen Sidney und Melbourne auszusuchen, die wir genauer erkunden wollen. Die Wahl fällt schnell auf den Kosciuszko Nationalpark im Gebirgszug der Snowy Mountains, welchen wir der Länge nach durchqueren wollen. Am Strand haben wir bisher nur wenig einsame Plätze gefunden und hoffen, dass die Bergregionen uns diesbezüglich überraschen. Als Einstimmung fahren wir eine entlegene Piste zum Blowering Reservoir, am Rande des Parks, wo wir einige Tage angeln und die Natur genießen.

So weit abseits der Haupttourismuspfade fühlen wir uns schnell wohl. Den schönen Spot am Seeufer haben wir ganz für uns alleine, bis Laura und Chris unserer Einladung folgen und uns Gesellschaft leisten. Langsam begreifen wir, wie viele Vorzüge Australien eigentlich für uns Camper zu bieten hat. Es ist alles vorhanden: Toiletten, Grills und Picknicktische, selbst Duschen oft komplett kostenlos. Noch nicht mal danach suchen müssen wir, denn es ist alles in einer einzigen praktischen App konzentriert. Campen war noch nie so einfach!

Nein, Asien vermissen wir in dieser Hinsicht nicht, da müssen uns selbst Laura und Chris zustimmen, die permanent im Zelt hausen, während wir immerhin ein kleines Zimmer mit uns herumfahren. Die Schönheit der Natur, inmitten welcher man jeden Morgen aufwachen darf, entschädigt für den Verzicht auf Bequemlichkeiten tausendfach. Am Three Mile Dam, wohin wir gemeinsam weiterziehen, finden wir unseren persönlichen Ruhepol. „Lasst uns hier in einem Jahr wieder zusammen kommen, es ist so wunderschön!“- schwärmt Laura ganz verträumt. Doch wir alle wissen, dass dies erst der Anfang ist. Es werden noch sehr viele schöne Orte folgen.

Auch bei der Weiterfahrt können wir uns an den typisch australischen Landstrichen kaum satt sehen. Wir sind begeistert von der Vielfalt der Eukalyptusarten, die uns mal mit ihren weißen Stämmen an europäische Birkenwälder erinnern und mal an ein abstraktes Kunstwerk von Mutter Natur. Entlang des höchsten Berges Australiens, der dem Nationalpark seinem Namen gibt, geht es weiter auf der Berry Road Richtung Süden und durch die immer noch wilde Szenerie entlang des Snowy Rivers.

Offroadstrecken wie diese, bevorzugen wir, seitdem wir in Australien sind (insbesondere mit den neuen Stoßdämpfern), jedoch nicht um des Offroad-Willens. Prinzipiell begeben wir uns nicht absichtlich in schwieriges Terrain und quälen unser Fahrzeug nicht vorsätzlich, in dem wir uns in jedes Matschloch entlang von Asphaltstraßen stürzen. Doch besuchen wir zu gerne auch Orte, die abseits der Hauptrouten liegen, und schätzen/nutzen deshalb die Offroadfähigkeit unseres Reisemobils.

Die Piste verjüngt sich, ändert die Richtung und wir erblicken ein Schild, mitten im nichts, das den Wechsel des Bundesstaates ankündigt: „Welcome to Victoria. The place to be!“. Plötzlich stellt Jonas den lauten Motor aus – „Schau mal, da sind Emus!“

Koala Spotting

Seit Nimbin wünscht sich Ellen nichts sehnlicher, als Koalas in freier Wildbahn zu sehen. Eine Broschüre hat sie auf die Idee gebracht, welche für das Koala Spotting um Lismore wirbt. Mit Bella und Michel machen wir uns auf, die süßen Eukalyptusesser zu finden. Ohne Erfolg. In Port Macquarie haben wir sogar ein Koala-Krankenhaus aufgesucht, um endlich Ellens Wunsch nachzukommen. Doch die meisten von ihnen waren von schlimmen Krankheiten geplagt, hingen blind und energielos in ihren Käfigen rum. Ein doch eher trauriger als erfreulicher Anblick.

Als wir den Kosciuszko Nationalpark südwärts verlassen, halten wir an einer kleinen Dorftankstelle inmitten einer noch sehr verlassenen Gegend. Wir unterhalten uns mit dem freundlichen Tankwart, der hier wohl nicht allzu viel zu tun hat. Linton hat viele Fragen bezüglich unseres ungewöhnlichen Fahrzeuges. Als wir ihm von unserer Koala-Misere erzählen, ist er plötzlich wie aus dem Häuschen: „Wie, ihr habt noch keine gesehen?! Ich finde euch Koalas!“. Wir lassen den Landy an Ort und Stelle, springen kurzerhand in seinen wendigen Landcruiser und fahren einige Kilometer den Forstweg entlang, während die Tanke einfach unbesetzt bleibt. In den Baumkronen über uns entdecken wir tatsächlich einige Wuschelköpfe, während uns Linton etwas über sein Leben und die lokale Natur erzählt. Die Freude ist ganz auf unserer Seite!

Ist es nicht eine tolle Vorstellung den gutbürgerlichen Bauern aus dem Schwarzwald mit einem chinesischen Pärchen auf der Suche nach Rehen oder Wildschweinen durch den Wald stapfen zu sehen? Wir hoffen inständig, dass dies ab und an passiert. Denn wir freuen uns riesig über die Begegnung mit Linton und fühlen uns äußerst willkommen.

Vieles haben wir in diesem Monat von der Flora und Fauna gesehen, tolle Menschen kennen gelernt oder wieder getroffen. Aufgeregt stehen wir nun in Port Melbourne, eingereiht in die Schlange zu unserer Fähre, der Spirit of Tasmania. Laura und Chris werden es leider nicht schaffen. Sie haben am Tag der Abfahrt einen Totalschaden eines ihrer Motorräder zu verkraften. Dafür steht uns ein anderes Wiedersehen bevor, auf das wir uns ganz besonders freuen: Ellens Mutter kommt uns zum zweiten Mal auf unserer Reise besuchen! Doch darüber beim nächsten Mal.