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Simpson Desert Crossing

QLD, SA, NT

Ozeanien 2016-2018

Schon so manch einsame Outback Strecke haben wir inzwischen befahren, doch diejenige, die nun vor uns liegt, sollte noch einmal anders werden: Eine Sandwüste mit den längsten Paralleldünen der Welt, über 1100 an der Zahl und bis zu 40 m hoch, gilt es für uns in den nächsten Tagen zu überwinden. Dass wir irgendwann die Simpson Wüste queren würden, war nicht vom Anfang an geplant, und doch stehen wir nun hier, in Birdsville, dem Ausgangspunkt für dieses großartige Abenteuer.

Für uns ergab sich diese Route irgendwie von selbst, als der direkteste Weg von Brisbane nach Alice Springs. Kaum einer lacht, wenn wir scherzhaft erwähnen, die Querung der Simpson Wüste würden wir als eine Abkürzung betrachten. Denn die meisten sehen es wohl als ein gefährliches Unterfangen. Sobald man mitten drin ist, in dieser Abgeschiedenheit, ist man gänzlich auf sich gestellt. Natürlich nehmen auch wir die Wüstenquerung nicht auf die leichte Schulter, sondern bereiten uns anständig auf diese Herausforderung vor.

Zu erwähnen gibt es noch, dass wir keine empfohlene Reisebegleitung haben. Aber das macht nichts. Wir nehmen einfach euch, die Leser, mit. Und keine Angst, da wir uns als eure Reiseleiter um alles Weitere kümmern werden, kann euch dabei nichts passieren – außer vielleicht, dass ihr am Ende dieses Reiseberichtes die Lust verspürt, demnächst selbst ein paar Wüsten zu durchqueren.

Birdsville and beyond

Birdsville ist eine kleine Outbacksiedlung am Rande der Wüste. Auf dem hiesigen Campingplatz sehen wir Expiditionsmobile und Offroadfahrzeuge aller Art. Einige bereiten sich für die Querung der Simpson vor, die meisten jedoch haben das Abenteuer bereits hinter sich. Anscheinend ist die Strecke von West nach Ost aufgrund der Dünenform einfacher. Mal wieder fahren wir versehentlich gegen den Strom.

Doch für diese Fälle hat die Nationalpark-Behörde tatsächlich eine Regel aufgestellt: Um den einspurigen Track in beide Richtungen befahren zu können, müssen alle Fahrzeuge eine drei Meter hohe, fluoreszierende Flagge an ihre Fahrzeuge anbringen. Unsere selbstgebastelte Piratenflagge am Bambusstab kann sich jedenfalls sehen lassen. Ein kleines Funkgerät haben wir ebenso dabei.

550-715 km (je nach dem welche Route man wählt) trennen Birdsville von dem legendären Mount Dare Hotel auf der anderen Seite der Simpson Desert. Wir rechnen damit, nicht mehr als 100 km am Tag bewältigen zu können. Dazwischen gibt es keinerlei Versorgungs-Möglichkeit, also stocken wir noch einmal unsere Vorräte auf, die uns nun locker fünf Tage über die geplante Reisedauer reichen sollten, falls wir liegen bleiben und auf Hilfe warten müssen.

Als letzte Maßnahme genießen wir noch eine letzte Dusche, schließlich ist unser gesamtes Wasser zum Trinken reserviert. Nun kann es los gehen!

Tag 1

Um 7 Uhr morgens stehen wir bereits vor der ersten, und gleichzeitig höchsten, Düne: der berühmten Big Red. Wir lassen die Luft aus den Reifen, etwa auf 20 PSI. Dann starten wir den ersten Anlauf. Dass es auf Anhieb klappen würde, hat uns beinahe selbst überrascht! Andererseits haben wir schon schlimmeren Sand gefahren, beispielsweise auf Fraser Island.

Die Aussicht – auf die Landschaft selbst, aber auch darauf, was noch vor uns liegt – ist jedenfalls grandios! Wir springen ein bisschen aufgeregt im Sand, können es kaum fassen. Dort, hinter dem Horizont, geht es für viele Hunderte Kilometer weiter. Dort werden wir alleine mit diesem faszinierenden Teil der Welt sein, ihn ganz für uns haben. Ist das die absolute Freiheit?

Und so geht es weiter, über unzählige Dünen hinweg. Am höchsten Punkt einer Düne machen wir jedes mal eine Funk-Durchsage, was zunächst gewöhnungsbedürftig ist: „Black Landy travelling west on the QAA-Line, about 30 km from Big Red“. Meistens hören wir als Antwort lediglich Stille, doch manchmal kommt auch etwas zurück. Dann wissen wir, dass wir an den nächsten Kuppen aufpassen müssen, um nicht versehentlich in ein entgegenkommendes Fahrzeug zu rasen.

Die meisten fahren die Simpson im Konvoy aus mindestens zwei Fahrzeugen. Viele tun so, als wären sie richtig harte Typen. Eine Gruppe kommentiert unser Vorbeifahren durch die Funke: „In einem Land Rover alleine unterwegs, seid ihr sicher?“. Offenbar nehmen sie uns nicht ernst, aber was wissen sie schon?! Unser Fahrzeug ist Top in Schuss, außerdem ist dies für uns nicht das erste Abenteuer dieser Art.

Unbemerkt machen wir an diesem Tag mehr als 150 km. Unser erstes Lager schlagen wir einfach irgendwo abseits der Piste auf. Übrigens ist die Simpson ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben. Überall wächst Spinifex Gras, kleine Akazien-Bäumen (Mulgas genannt), sogar Eukalyptus, weswegen die Dünen nicht wandern, sondern immer an Ort und Stelle bleiben. Wie die Pflanzen hier überleben können, verwundert selbst die Wissenschaft. Jedenfalls genießen wir heute Abend ein ausgiebiges Lagerfeuer, bevor wir zufrieden ins Bett gehen.

Tag 2

Wir stehen mit den ersten Sonnenstrahlen auf, trinken einen Kaffee und fahren los. Schon bald verlassen wir die QAA. Das Ende dieser Piste wird durch einen trockenen Salzsee markiert, welchen es zu überqueren gilt. Hier biegen wir auf die K1-Line ab, die zwischen den Dünen verläuft und somit eine kleine Abwechslung zu dem Auf und Ab der anderen Tracks bietet. Trotz dieser Abgeschiedenheit sind die Wege erstaunlich gut gekennzeichnet. Typisch Australien.

An der nächsten Kreuzung treffen wir auf den „Poeppel Corner“, ein Eckpfeiler zwischen den australischen Staaten Queensland, South Australia und Northern Territory. Solche Grenzposten sind eigentlich nur für Australier speziell, da sie auf diesem Kontinent keine Ländergrenzen kennen. Für uns ist es so besonders, wie von Baden-Württemberg nach Bayern zu fahren. Dennoch legen auch wir einen Stopp ein, um unser verschobenes Frühstück nachzuholen.

Danach geht es weiter auf der French-Line, die als beliebteste und kürzeste Strecke geradeaus nach Mount Dare führt. Der Sand wird weicher, die Dünen höher und holpriger. So einige haben sich hier wohl festgefahren und dabei massenweise tiefe Löcher und Bodenwellen als Spur hinterlassen. Für die nächsten 38 km brauchen wir, obwohl wir uns selbst kein einziges Mal einbuddeln, einige Stunden.

Unterwegs treffen wir einen großen Truck, der liegen geblieben ist. Der Fahrer erzählt uns, dass er bereits eine Kupplung hier in der Wüste wechseln musste, nun streikt die Elektrik. Über ein Satellitentelefon versucht er gerade eine Reparaturanleitung von der Werkstatt in Birdsville einzuholen. Doch scheinbar können sie auf die Entfernung nichts machen, und zum Abschleppen ist er zu schwer. Wir fahren lieber weiter, da er uns zu verstehen gibt, dass wir ihm nicht helfen können, sondern nur aufhalten würden. Vorräte hat er immerhin genug. Was für ein Alptraum!

Wieder kommt eine Kreuzung, bei der wir ohne zu zögern abfahren, um auf die weniger beliebte WAA Route auszuweichen. Doch um dahin zu kommen, müssen wir zunächst eine kurze Distanz auf dem Knolls Track bewältigen, welcher wie die K1-Line zwischen den Dünen verläuft. Wer hier eine einfache Piste erwartet, wird getäuscht: enge Kurven, dicke Steinbrocken und Bodenwellen krasser Sorte machen ein schnelles Vorankommen unmöglich.

Der Landy quietscht, wir fahren nur noch in Verschränkung. Dann hören wir auf einmal diese komischen Geräusche. Es stellt sich heraus, dass unsere Stabi-Gummis abgeflogen sind, auch der Lenkungsdämpfer hat uns verlassen. So kann es gehen – während wir gestern noch auf Wolke 7 schwebten, sind wir heute etwas niedergeschlagen. Andererseits war es auch ein unglaublich eindrucksvoller Tag. Und die kleinen Wehwehchen können uns eigentlich nicht am Vorwärtskommen hindern. Hauptsache Motor und Getriebe laufen prächtig.

Tag 3

Ein neuer Tag in der Wüste, ein guter Tag. Die zweite Hälfte des Knolls Tracks haben wir einigermaßen gut überstanden. Auch die komischen Geräusche vom Vortag sind komischerweise verschwunden. Wir sind frohen Mutes, obwohl wir auch inzwischen die Anstrengungen dieser Fahrt in den Knochen spüren. Es ist tatsächlich kein Spaziergang, die Querung der Simpson Desert.

Endlich erreichen wir die WAA-Line, die uns mit einer atemberaubenden Aussicht auf einen der vielen Salzseen begrüßt, welche sich zwischen den Dünen verstecken und wie Schneelandschaften wirken. Es war eine gute Entscheidung, die Piste sieht beinahe unberührt aus.

Langsam merken wir, was es tatsächlich bedeutet 1100 Dünen zu queren. Es sind einfach verdammt viele. Dieses ewige hinauf und hinunter nimmt auch am dritten Tag kein Ende. Doch dafür wird man jedes mal mit einer überwältigenden Sicht auf diese spektakuläre, schier unendliche Wüstenlandschaft entschädigt. Heute haben wir die Simpson nur für uns und begegnen keiner Menschenseele.

Auf der WAA sind die Sanddünen steiler und weicher, herausfordernder. Je weiter wir vorankommen, desto höher werden sie. Eine davon, vermutlich die 875ste, ist besonders hoch – der rote Sand so tief, dass man beim Ablaufen bis weit über die Knöchel versinkt. Diesmal benötigen wir mehrere Anläufe. Erst beim 7-8 Versuch und nachdem wir den Reifendruck noch mal mehr ablassen, können wir sie im ersten Gang langsam hochkriechen. Einige Kilometer weiter schlagen wir unser Nachtlager auf. Heute haben wir 90 km geschafft.

Tag 4

Über Nacht ziehen Wolken auf, die Temperaturen sind mild und warm, der Wind sorgt für etwas Abkühlung. Die Wolkenformationen zeichnen eigenartige Figuren in den grauen Himmel, während das matte Licht die bereits bekannten Dünen in ein feuriges rot taucht. Auf einmal sieht die Wüstenwelt ganz anders aus, so als ob sie uns noch eine andere Facette von sich zeigen wollte.

Heute sind wir nicht in Eile. Mehr konzentrieren wir uns auf die Details, die nach so langer Zeit in immer der selben Landschaft um so mehr auffallen: Die Wildblumen, Insekten, kleine Reptilien und die Spuren, die sie im Sand hinterlassen. Vor allem jedoch an dem Farbenspiel können wir uns kaum satt sehen. Wohlmöglich könnte man hier jeden Tag etwas Neues entdecken, sich jedes mal aufs Neue in diese magische Welt verlieben.

So merken wir gar nicht, wie die WAA unweigerlich in die Rig Road übergeht. Diese teilweise mit Lehm ausgekleidete Strecke ist bereits einfacher zu fahren. Schell kommen wir auch wieder am anderen Ende der French Line raus. Bald ist es vorbei – die Dünen werden immer kleiner, wir begegnen wieder den ersten Fahrzeugen, die Richtung Osten fahren. Irgendwie geht uns alles zu plötzlich, zu schnell, wir sind noch nicht bereit diesen Ort zu verlassen!

Der vierte Tag ohne Dusche. So langsam ist die Hygiene mit feuchten Babytüchern nicht mehr befriedigend. Zwar liegt Purni Bore (der erste Campingplatz auf dem Weg) nur noch einen Katzensprung entfernt, doch wir wollen die Dusche lieber gegen eine weitere Nacht in der Einsamkeit tauschen. Wann werden wir so etwas wohl nochmal erleben?!

Tag 5

Mit dem Aufbruch lassen wir uns diesmal Zeit. Erst die Fliegenplagen vertreiben uns von dem heutigen Schlafplatz. Bald schon passieren wir die letzten Sanddünen und auf einmal wird alles flach. Die nächsten 80 km fahren wir auf einer richtig schlimmen Wellblechpiste – weder schnell noch langsam hilft gegen die heftigen Vibrationen. Wir sind müde des Fahrens und brettern einfach durch.

Jetzt schon trauern wir der Simpson nach, obwohl es für uns noch nicht das Ende ist: weitere 400 Kilometer sind es bis nach Alice Springs, die wir ausschließlich auf Pisten zurücklegen werden. Wie dem auch sei, zunächst erwartet uns die langersehnte Dusche am Campingplatz „Dalhousie Springs“, wo wir bereits mittags einlaufen. Die kleine Pause wird mit dem letzten Bier unseres Vorrats eingeläutet.

Wir sind recht früh dran und somit noch ganz alleine. Abertausende Buschfliegen stürzen sich auf uns, als ihre einzigen Opfer. Solch eine schlimme Plage haben wir noch nirgends erlebt. Nach der kalten, aber wohlverdienten Dusche verbarrikadieren wir uns einfach in der Wohnkabine und spielen den ganzen Tag Backgammon. Erst gegen Abend trudeln langsam andere Reisende ein. Die Stimmung ist ähnlich der in Birdsville – für manche ist es der Beginn, für andere das Ende des Abenteuers Simpson Desert.

Mit Sonnenuntergang verschwinden endlich die summenden Plagegeister. Doch unsere Ruhe bekommen wir nicht, wie erhofft. Denn nun kommen Tausende Moskitos aus ihren Verstecken hervor. Zum Glück ist es endlich kühl genug, um in der 38 Grad heißen Quelle baden zu gehen. Im Wasser können die Blutsauger immerhin nicht beißen. Es ist eine klare Vollmond-Nacht.

Tag 6

Dalhousie ist für uns eine Oase, die wir insektenbedingt nicht ganz genießen können. Deswegen beschließen wir den geplanten fahrfreien Tag zu streichen und direkt zum Mount Dare Hotel weiter zu fahren. Hätten wir jedoch gewusst, wie anstrengend der nächste Abschnitt werden würde, hätten wir uns vermutlich doch für die Gesellschaft von Fliegen und Moskitos entschieden.

Bisher sprach jeder einzig und allein von den Herausforderungen der Wüstenquerung. Keiner jedoch warnte uns vor der Piste von Dalhousie nach Mount Dare. Offensichtlich wurde sie dieses Jahr noch nicht begradigt, vielleicht auch letztes Jahr nicht. Jedenfalls ist es eine Tortur, ein autozerstörender Mix aus Waschbrett, Sand, Schotter, dicken Felsbrocken, und fiesem Bulldust (feinste Staubhaufen, welche tiefe Schlaglöcher randvoll ausfüllen, so dass man diese erst entdeckt, wenn man mit Vollgas reinbrettert).

Schlimmere haben wir bis dato nicht erlebt. Aber was sollen wir schon tun? Heulen hilft da nicht, also Augen zu und durch! Als wir, völlig durchgeschüttelt und verstaubt, endlich im Mount Dare Hotel ankommen, gönnen wir uns auf diesen Schock erstmal ein Bier und etwas zu Beißen. Die Simpson Desert Querung gilt hiermit offiziell als vorbei.

Bleiben wollen wir hier aber nicht, denn der Ort ist auch für Australische Standards maßlos überteuert. Also tanken wir lediglich, vorsichtshalber, und fahren weiter. Alles Weitere erscheint uns von nun an als Kinderspiel. Es wird immer grüner, vereinzelt wachsen wieder richtige Bäume am Pistenrand. Als wir an Finke, einer Aborigine-Siedlung, vorbeifahren, entscheiden wir uns deswegen gegen die Asphaltstraße, sondern für einen weiteren bekannten Outback Track.

Auf dem Old Ghan Railway Heritage Trail fahren wir jedoch nur noch 30 km. Zu ausgelaugt sind wir von den langen und holprigen Fahrtagen vergangener Zeit. Irgendwo im Busch schlagen wir ein Lager auf und lassen mit einem ausgiebigen Lagerfeuer den Tag ausklingen.

Tag 7 (Old Ghan Railway Track)

Es ist unser letzter Tag im roten Zentrum Australiens, bevor wir wieder Zivilisation erreichen. Nur noch 200 km sind es bis nach Alice Springs und der alte Ghan Track ist in einem erstaunlich guten Zustand. In kaum zwei Wochen findet hier ein berühmtes Wüstenrennen statt, die Finke Rally. Der Heritage Trail wurde deshalb erst vor kurzem begradigt, um besseren Zugang für Schaulustige und Fernseherteams zu ermöglichen.

Die Rennstrecke selbst verläuft neben dran. Und wie es aussieht, hat sie es echt in sich. Unserer Rakete würden wir so etwas jedenfalls nicht zumuten, aber sie ist auch nicht für diesen Zweck gebaut. Auf halber Strecke halten wir bei irgendwelchen Ruinen der alten Eisenbahn. Ein Rally-Team hat hier ein großes Lager aufgebaut, inklusive Werkstatt-Lkw. Vor Ort testen sie ihre Buggys für das bevorstehende Rennen.

Die Ruinen interessieren uns gar nicht. Stattdessen laufen wir mit weit aufgerissenen Augen um die abgefahrenen Rennbuggys, wie Mad Max entsprungen. Unsere Neugier schmeichelt wohl den alten Herren und so kommen wir schnell ins Gespräch, während sie weiter ein neues Fahrwerk an ihrem besten Renngefährt montieren. „Wenn ihr wartet, bis wir fertig geschraubt haben, könnte ich euch auf eine Testfahrt mitnehmen. Aber ich warne euch, es wird euer Leben verändern!“

Die Rekordzeit für die 250 km auf dieser nicht gerade ebenen Piste beträgt 1 Stunde 34 Minuten. Stellt es euch mal vor, was das bedeutet! Letztes Jahr hat unser Fahrer beinahe einen neuen Rekord in seiner Klasse aufgestellt, doch dann ist ihm kurz vorm Ziel die Vorderachse abgefallen. Auch Tote gibt es immer wieder, verrät er uns. Aber er wolle uns keine Angst machen, wir sollen uns sicher fühlen und Spaß haben. Unsere Schreie könne er im Fall der Fälle nicht hören. Bevor wir uns in die Hose machen, sollen wir ihm einfach auf die Schulter tippen.

Filmreif! Das würde noch am ehesten diese Achterbahnfahrt beschreiben. Wir haben echten Respekt vor diesem Sport. Es ist pure Konzentration! Ein wahnsinniges Fahrkönnen! Und ein unglaublicher Nervenkitzel! Dieses Erlebnis in der Wüste rundet unser Abenteuer noch einmal deutlich ab. Was für ein Abschluss!

Und hat es nun tatsächlich unser Leben verändert? Zumindest kann uns nach so einer Erfahrung vermutlich nichts mehr so schnell schocken.