Wenn’s läuft, laufen lassen – 6 Monate nach Buchveröffentlichung

Dieser Sommer stand bei uns unter dem Motto „Deutschlandtour“. Dabei haben wir nicht nur Geburtstage und Hochzeiten mit Familie & Freunden gefeiert, sondern auch andere wichtige Termine bezüglich der Buchveröffentlichung auf dem Schirm gehabt. Bevor wir also wieder in den Süden reisen, möchte ich noch von einer ganz besonderen Reise berichten – und zwar über die Selfpublishing-Reise mit meinem Buch „INTO THE FAR“. Denn diese durchlief in den letzten Monaten einige spannende Phasen.

Im April 2026 habe ich unsere Reisegeschichte zum ersten Mal als Taschenbuch über Amazon KDP veröffentlicht. Kurze Zeit später kam das E-Book (Kindle-Ausgabe) hinzu. Warum Amazon? Darüber habe ich hier ausführlich geschrieben: Warum ich mein Buch bei Amazon KDP veröffentliche und was ich daran verdiene..

Jedenfalls war das Ganze für mich ein absoluter Sprung ins kalte Wasser. Nur wenige Menschen (vier, um genau zu sein!) hatten mein Werk bis dato gelesen, an dem ich fast drei Jahre gearbeitet habe. Und plötzlich war es für eine breite Öffentlichkeit verfügbar. Ich war meeeehr als aufgeregt, wie es ankommen wird …

Mai – erste Verkäufe und Bewertungen

Noch mit viel Scheu traute ich mich endlich, Werbung für mein Buch zu machen – zuallererst hauptsächlich im Bekanntenkreis und über unsere mittlerweile eingeschlafenen Social-Media-Kanäle (mehr als 7 Jahre keine Aktivität!). Schnell befand sich ein Rezensionsexemplar beim Offroad- und Reisemagazin Matsch&Piste. Daraufhin bekam ich meine erste Rezension, und zwar von einem unbekannten Leser, ergo jemandem, der mein Buch unabhängig von einer persönlichen Beziehung bewertete:

„Mich hat der Schreibstil und die Geschichte selbst von Anfang bis Ende begeistert und so habe ich das Buch in Kürze verschlungen, also ein Muss in jedem Reisebücherregal.“

Diese positive Rückmeldung hat mich wirklich aus den Socken gehauen! Das und die ersten, ebenfalls positiven Bewertungen auf Amazon nahmen mir die Zweifel, ob mein Buch vor einem breiten Publikum bestehen wird.

Juni – mehr Marketing

Inzwischen habe ich ca. 200 Mails mit einer Pressemitteilung zur Buchveröffentlichung verschickt, die ich sorgsam recherchiert habe. Darunter Reisemagazine, Lokalzeitungen und sonstige Pressestellen. Das renommierte OFF ROAD Magazin verlangte bald darauf ein Rezensionsexemplar. Auch diese Rückmeldung fiel sehr positiv aus:

„Ein inspirierender Reisebericht mit überraschenden Herausforderungen und dem Gefühl, unterwegs ein Stück Freiheit und sich selbst zu entdecken.“

Ansonsten bekam ich weniger Rückmeldungen als erhofft. Das enttäuschte mich etwas, deswegen versuchte ich es auf diversen anderen Kanälen. Z. B. bewarb ich mich bei zwei Buchpreisen. Der International Travel BookAward ließ mich leider nicht zu, weil „INTO THE FAR“ im Selbstverlag erschienen ist. Dafür nahm der Motorworld Buchpreis meine Einreichung an. Das feierte ich bereits als Sieg, auch wenn ich sicher war, dass es damit nichts weiter wird.

Juli – Hardcover mit neuem Look

Mir persönlich erscheint der Paperback-Einband von Amazon etwas zu dünn für ein 500-Seiten-dickes Reisebuch, deshalb wollte ich zusätzlich ein Hardcover im Angebot führen, auch wenn es durch die höheren Druckkosten teurer ausfällt und deshalb kein Verkaufsschlager werden würde. In dem Zuge konnte ich ein alternatives Cover testen, das laut Aussagen sachkundiger Freunde deutlich marktfähiger im Buchhandel wäre. Denn ich plante, „INTO THE FAR“ bald zusätzlich über Tolino Media im regulären Buchhandel rauszubringen und wollte dabei alles richtig machen.

Mit einem Fotocover bekam das Buch die sofortige Genre-Klarheit als ein realer Reisebericht. Ende Juli ist also wie geplant die Hardcover-Variante von „INTO THE FAR“ mit dem Fotocover erschienen. Und als ich es in der Hand hielt, fühlte es sich ziemlich richtig an.

August – ab sofort im Buchhandel

Nun machte ich mich an die Überarbeitung der Buchhandels-Ausgabe im A5-Format. Das gestaltete sich im Tolino-Upload-Bereich zwar etwas fummelig, aber am Ende habe ich mich erfolgreich durchgekämpft. „INTO THE FAR“ erhielt eine echte ISBN, und nur wenige Tage später kam das neue Taschenbuch schon in den regulären Buchhandel.

Ich habe mein Buch später als Testkauf in eine Thalia-Buchhandlung bestellt. Es brauchte nur 3 Tage – das ist deutlich schneller, als ich vermutet hätte. Außerdem war es ein wirklich geiles Gefühl, das eigene Buch in einem echten Buchladen abzuholen! Das kann Amazon eben nicht liefern. Auch die Qualität fand ich tatsächlich etwas besser als bei Amazon, insbesondere was die Dicke des Einbands betrifft. Damit habe ich mein Ziel „Buch in jedem Buchladen bestellbar machen“ erreicht und war mehr als zufrieden.

Es gibt verschiedene Selfpublishing-Anbieter, darunter BoD, Tredition, Epubli usw. Für Tolino habe ich mich hauptsächlich wegen der erweiterten Marketing-Chancen entschieden, auch wenn es eher einem Glücksspiel gleicht, ob man sie tatsächlich für sich nutzen kann. Zum Beispiel gab es da diesen Wettbewerb, bei dem man ohne KI einen Kalender gestalten sollte, der quasi als erweiterte Bilderwelt zum Buch fungiert. Da ich experimentierfreudig bin, wollte ich es ausprobieren!

Eine fixe Idee hatte ich schon im Kopf. Leider hatte ich die Zeit bei Anpassungen der Tolino-Version meines Buches ziemlich vertrödelt und fing mit dem Kalender erst drei Tage (!) vor Einreichungsschluss an. Zwei fleißige Nachtschichten später war aber auch dieses Werk vollbracht und für den Wettbewerb pünktlich eingereicht. Die Bekanntgabe der Gewinner sollte erst Anfang September erfolgen. Und bis dahin hieß es Däumchen drehen?

September – Mit dem Motorworld Buchpreis ausgezeichnet

Ganz und gar nicht! Zur gleichen Zeit, also noch im August, flatterte plötzlich eine E-Mail mit dem Betreff „Herzlichen Glückwunsch“ in mein Postfach. Meine Reiseerzählung hat die Jury des Motorworld Buchpreises überzeugt! Ich hatte völlig vergessen, dass ich das Buch im Juni dort eingereicht hatte, und freute mich natürlich wie Bolle.

Am 10. September fuhren wir also zur Preisverleihung nach München – zur Motorworld, einer imposanten Veranstaltungshalle voller Autoklassiker und Rennsportwagen. Mit einem Buch über eine Reise im Land Rover passten wir da ganz gut hin. Bei einer feierlichen Veranstaltung, geführt von dem bekannten Publizisten Jürgen Lewandowski, wurde mein Buch mit dem Ehrenpreis in der Kategorie „Aus aller Welt“ ausgezeichnet. Ich durfte mich mehr als geehrt fühlen und bin dankbar, auf dieser Bühne mein nunmehr ausgezeichnetes Buch vorstellen zu dürfen!

Oktober – 1. Platz beim Tolino-Kalenderwettbewerb

Als hätte ich ein Déjà-vu … im September bekam ich noch eine Nachricht, die ebenfalls „Herzlichen Glückwunsch“ im Betreff stehen hatte. Das konnte doch jetzt nicht sein! Ich konnte es zunächst kaum glauben – doch tatsächlich, den Kalender-Wettbewerb habe ich auch gewonnen. Aber nicht irgendwie – sondern gleich den 1. Platz! Wow, und nochmal Wow!

Als Gewinnerin darf ich mein Buch also dieses Jahr auf einer weiteren großen Bühne präsentieren – und zwar nicht irgendwo, sondern gleich auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse! Wenn das nicht die größte Chance ist, die man als Selfpublishing-Autorin bekommen kann! Ich bin jedenfalls super aufgeregt!

INTO THE FAR goes Frankfurter Buchmesse!

Ganz genau! „INTO THE FAR“ wird auf der Frankfurter Buchmesse zu finden sein. Zwei wichtige Termine stehen schon fest:

  1. Freitag, 09.10.26 um 12 Uhr: Auszeichnung aller Gewinnerinnen am Stand der IG Kalender (Halle 3.0, Stand F61).
  2. Samstag, 10.10.26 von 11 bis 12 Uhr: Meet & Greet sowie Signierstunde am gleichen Stand. Auch eine kleine Mini-Lesung werde ich evtl. einbauen!

Du bist auch auf der Messe? Dann komm vorbei!

Ich würde mich riesig über Messebegleitung, ein kurzes Treffen oder euren Besuch bei der Auszeichnung freuen. Schreibt mir super gerne vorab!

(Da Suki diesmal leider draußen bleiben muss, ist Jonas als Hundesitter übrigens abwesend – um so mehr würde ich mich über bekannte Gesichter auf der Messe freuen 😉).

Ein kleines Special vor Ort: Ich verschenke auf der Messe 10 signierte Bücher an all diejenigen, die bereit sind, danach eine ehrliche Rezension zu schreiben.

Falls ihr nicht zur Messe kommen könnt, freue ich mich natürlich trotzdem über jeden Support, um das Buch bekannter zu machen:

  • Kauft es, lest es oder verschenkt es an eure Liebsten.
  • Hinterlasst mir eine Bewertung auf Amazon oder Thalia.
  • Empfehlt es Freunden, Verwandten oder Arbeitskolleg*innen – oder zufälligen Passanten, das fände ich nach wie vor witzig!

Ich danke euch für die Unterstützung!